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„Kurz gesagt hat uns die Modularität und Skalierbarkeit überzeugt, mit der man im System arbeiten kann. "
Siegfried Schneider CMO, Red Dot Design
ETIM, ECLASS und BMEcat helfen Unternehmen dabei, Produktinformationen einheitlich zu strukturieren und effizient auszutauschen. Erfahre, wie die Standards funktionieren, welche Unterschiede es gibt und warum sie für Hersteller und Händler immer wichtiger werden.
Produktinformationen werden heute an immer mehr Stellen benötigt. Online-Shops, Marktplätze, Händlerportale, Produktkataloge und interne Systeme greifen auf dieselben Daten zu. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Vollständigkeit, Aktualität und Konsistenz. Viele Unternehmen kämpfen jedoch noch immer mit unterschiedlichen Datenformaten, manueller Pflege und fehlenden Maßstäben. Das führt zu Fehlern, Verzögerungen und unnötigem Aufwand beim Datenaustausch.
Genau hier kommen ETIM, ECLASS und BMEcat ins Spiel. Die Standards schaffen eine gemeinsame Sprache für Produktinformationen und erleichtern den elektronischen Austausch von Produktdaten zwischen Herstellern, Händlern und Partnern.
Das europäische technische Informationsmodell (kurz: ETIM) ist ein international etablierter Klassifikationsstandard und definiert Produktklassen, Merkmale und Werte, damit Unternehmen Produktinformationen konsistent erfassen, verwalten und austauschen können.
Das System wurde entwickelt, um den Austausch von Produktinformationen innerhalb der Branche zu vereinfachen. Ursprünglich wurde das Modell für die Bereiche Elektro und Sanitär entwickelt. Heute wird es unter anderem in Elektrotechnik, Sanitärtechnik, Industrie, Gebäudetechnik, Eisenwaren und Betriebsausstattung eingesetzt. Für Unternehmen dieser Branchen bietet ETIM eine gemeinsame Grundlage zur Beschreibung komplexer Produkte.
Heute wird ETIM International von zahlreichen nationalen Organisationen getragen. Dazu gehören unter anderem ETIM Deutschland e.V. sowie weitere internationale Organisationen.
Die zentrale Weiterentwicklung lässt sich auf der ETIM International Website verfolgen, während nationale Verbände die Anwendung in ihren Märkten fördern. Unternehmen finden hier Informationen zu aktuellen Entwicklungen, Releases und Anwendungsrichtlinien. Ziel des Modells ist es, die Produkte weltweit vergleichbar und beschreibbar zu machen.
Das Modell basiert auf einer klaren Struktur: Jede Klasse beschreibt eine bestimmte Produktgruppe. Innerhalb dieser Klasse werden Merkmale definiert, die für alle Produkte dieser Kategorie relevant sind.
Ein Feature kann beispielsweise Leistung, Material, Spannung oder Abmessungen beschreiben. Dadurch lassen sich Produkte objektiv vergleichen und eindeutig klassifizieren. Das zugrunde liegende Technical Information Model schafft damit eine grundlegende Struktur.
Die Klassifikation basiert auf funktionalen Eigenschaften eines Produkts. Anstatt Produkte lediglich mit Freitexten zu beschreiben, werden Merkmale strukturiert hinterlegt. Dadurch entsteht eine nachvollziehbare Taxonomie, die unabhängig von Marketingtexten funktioniert. Die Klassifikation sorgt dafür, dass alles vereinheitlicht interpretiert werden kann.
Wie viele digitale Richtlinien entwickelt sich auch das ETIM-Modell kontinuierlich weiter. Regelmäßig erscheinen neue Versionen und Releases. Dabei werden bestehende Klassen erweitert, Produktattribute ergänzt und neue Klassen aufgenommen. Mit jeder Weiterentwicklung reagiert die Organisation auf neue Marktanforderungen und technologische Entwicklungen. Deshalb sollten Unternehmen ihre Datenmodelle regelmäßig überprüfen und auf aktuelle Versionen abstimmen.
Mit ETIM MC wurde das klassische Modell erweitert. Es ermöglicht die Abbildung komplexerer Produktstrukturen und unterstützt moderne Anforderungen im Produktdatenmanagement. Dadurch entstehen zusätzliche Möglichkeiten für digitale Produktinformationen und zukünftige Anwendungen. Das erneuerte Konzept gewinnt insbesondere bei umfangreichen Sortimentsstrukturen zunehmend an Bedeutung.
ECLASS ist ebenso wie ETIM ein Klassifikationsstandard für Produktinformationen. Während Letzteres vor allem spezifikationsintensive Produkte fokussiert, deckt ECLASS ein deutlich breiteres Spektrum an Produkt- und Dienstleistungskategorien ab. Beide verfolgen das Ziel, Produktinformationen strukturiert und vereinheitlicht bereitzustellen. Das ECLASS Klassifikationsmodell wird häufig in großen Industrieunternehmen eingesetzt und dient als übergreifender Klassifikationsstandard.
BMEcat verfolgt einen anderen Ansatz und ist kein Klassifikationssystem, sondern ein Austauschformat für Produktinformationen. Das Format basiert auf XML und ermöglicht den elektronischen Austausch zwischen verschiedenen Systemen.
Viele Unternehmen nutzen BMEcat für elektronische Kataloge, Lieferantenkommunikation, Händleranbindungen und Produktdatenexporte. Der elektronische Austausch von Produktinformationen wird dadurch deutlich einfacher.
In der Praxis werden häufig kompatible Normen gemeinsam eingesetzt.
Ein typisches Beispiel:
So entsteht ein strukturierter Prozess für den Austausch von Produktdaten entlang der gesamten Lieferkette.
Der größte Vorteil liegt in der Standardisierung. Alle Beteiligten verwenden dieselben Begriffe, Merkmale und Produktklassen. Dadurch werden Informationen gleich erfasst und verarbeitet. Das verbessert die Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Großhändlern und Kunden erheblich.
Viele Unternehmen liefern ihre Produktdaten an unterschiedliche Partner aus. Ohne Standard müssen Informationen häufig individuell angepasst werden. Nach ETIM-Klassen reduziert sich dieser Aufwand erheblich. Der Produktdatenaustausch wird effizienter und weniger fehleranfällig. Insbesondere für jeden Großhändler entsteht dadurch ein klarer Mehrwert.
Ein strukturierter Klassifikationsstandard verbessert die Datenqualität nachhaltig. Wenn alle Beteiligten dieselben Regeln verwenden, entstehen weniger Fehler bei der Datenpflege. Produktinformationen bleiben stimmig und können einfacher weiterverarbeitet werden.
Unternehmen profitieren von:
Genau deshalb setzen immer mehr Unternehmen auf eine konsequente Standardisierung ihrer Produktinformationen.
Die Einführung beginnt häufig mit einer Analyse vorhandener Daten. Viele Unternehmen müssen zunächst bestehende Informationen bereinigen, harmonisieren und die passende ETIM Classification zuordnen.
Nicht jedes Produkt lässt sich sofort einer passenden ETIM-Klasse zuordnen. Deshalb erfordert die Einführung häufig eine sorgfältige Prüfung und Abstimmung der vorhandenen Produktkategorien.
Die eigentliche Herausforderung beginnt nach der Einführung. Neue Produkte, neue Märkte und neue ETIM-Releases machen eine kontinuierliche Pflege erforderlich. Nur so bleibt die Kategorisierung langfristig kohärent.
Technische Dokumentation sorgt für Produktsicherheit, Compliance und effiziente Prozesse. Erfahre die wichtigsten Best Practices für Hersteller und wie du technische Inhalte nachhaltig verwaltest.
Ein PIM schafft eine zentrale Datenbasis für alle Produktinformationen. Anstatt Daten in Excel-Dateien, Sharepoint, ERP-Systemen und verschiedenen Datenbanken zu pflegen, werden sämtliche Informationen an einem Ort verwaltet. Das reduziert Fehler und erhöht die Transparenz.
Moderne PIM-Systeme unterstützen Unternehmen dabei, verschiedene Vorgaben gleichzeitig zu nutzen.
Dazu gehören ETIM, ECLASS, BMEcat und weitere branchenspezifische Verordnungen. Dadurch lassen sich Daten automatisiert aufbereiten und für unterschiedliche Kanäle bereitstellen.
Viele Hersteller stehen heute vor derselben Herausforderung: Produktinformationen wachsen schneller als die vorhandenen Prozesse.
Hier setzt 4ALLPORTAL an. Die Plattform vereint PIM und Digital Asset Management in einer zentralen Lösung und unterstützt Unternehmen dabei, Produktdaten strukturiert zu verwalten, anzureichern und über verschiedene Kanäle bereitzustellen. Die zentrale Verwaltung sorgt für eine Single Source of Truth und schafft die Grundlage für harmonische Produktkommunikation.
Besonders für Hersteller mit komplexen Sortimenten entsteht dadurch ein klarer Vorteil: Produktinformationen, Medien und klassifizierende Eigenschaften können gemeinsam verwaltet und effizient verteilt werden.
ETIM steht für European Technical Information Model. Es handelt sich um eine internationale Norm zur Klassifizierung von Industrieprodukten und ihren Merkmalen.
ETIM International ist die internationale Organisation hinter dem Standard. Sie koordiniert die Weiterentwicklung des Modells und veröffentlicht neue Releases.
ETIM konzentriert sich vor allem auf Produkte aus Industrie oder Handwerk und deren Merkmale. ECLASS deckt zusätzlich zahlreiche weitere Produkt- und Dienstleistungskategorien ab.
Nein, hier handelt es sich um ein Austauschformat für Produktinformationen. Die Klassifizierung erfolgt über andere Verordnungen.
Nein. Viele Unternehmen nutzen ETIM-Daten auch ohne eigene Mitgliedschaft. Eine Mitgliedschaft kann jedoch Vorteile bei der aktiven Mitarbeit und Weiterentwicklung des Standards bieten.
Ein PIM-System unterstützt die zentrale Verwaltung, Pflege und Verteilung von ETIM-konformen Produktinformationen über verschiedene Kanäle hinweg.
ETIM hat sich als führender Standard für die Klassifizierung standardisierbarer Produktgruppen etabliert. Gemeinsam mit ECLASS und BMEcat schafft das Modell die Grundlage für strukturierte, vergleichbare und effizient nutzbare Produktinformationen.
Für Hersteller, Händler und Distributoren wird die Bedeutung standardisierter Daten in den kommenden Jahren weiter steigen. Wer Produktinformationen heute sauber strukturiert, schafft die Basis für bessere Datenqualität, effizientere Prozesse und einen reibungslosen Produktdatenaustausch.
Mit einer zentralen Plattform wie 4ALLPORTAL lassen sich ETIM-konforme Produktinformationen, Medien und Stammdaten effizient verwalten und kanalübergreifend bereitstellen. Das reduziert manuellen Aufwand und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Produktkommunikation nachhaltig zu professionalisieren.
Dominic Vieregge
Director Service Operations
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